Balticult 2012
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Wir haben uns 1992 in der ehemaligen "Galerie Strandkiste" (Fünf-Giebel-Haus) gegründet. Die ersten drei Jahre hatten wir ein Büro im Rostocker Freizeitzentrum (RFZ), das sich im Stadtteil Reutershagen befindet. Weil wir uns eher zur freien Bildungs- und Kulturszene zählen, zogen wir 1995 an Bord des Kulturschiffs MS Stubnitz.

Heute verfügen wir auch über Außenstellen Vogelsang (bei Wismar) und in Hamburg. Unsere Mitglieder verteilen sich auf fünf neue und alte deutsche Bundesländer sowie Litauen und Lettland.

 

Internationales Tanz- und Folkfest 2012 in Rudolstadt

Anfang Juli 2012 wird wieder unser Presseteam sowohl für das Magazin WINDROSE  als auch für unsere deutsch-baltischen Kulturbriefe (Baltische Sonne) auf dem diesjährigen Internationalen Tanz- und Folkfest in Rudolstadt (Freistaat Thüringen) 'umherschweifen', um an den verschiedenen Spielorten des TFF (Heinepark, innenstädtische Bühnen, Heidecksburg etc.) in die Klangwelten aus Deutschland, Europa und Übersee einzutauchen, Eindrücke zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und Interviews mit Kulturschaffenden, vor allem Musikbeflissenen durchzuführen. Nebenbei freuen sich alle vom Balticult-Presse-Team natürlich auf das Wiedersehen mit Altbekannten und Mitarbeitenden des Festivals, auch mit Händlern und Geschäftsinhabern sowie ihrer Belegschaften, die man in den vergangenen 18 Jahren kennen gelernt hat.

Das diesjährige Tanz- und Folkfest findet vom 5. bis 8. Juli 2012 statt. Zentrale Momente werden China als Länderschwerpunkt, die Konzertina als "magisches Instrument" und Straßentänze als Tanzthema sein. 

Aufgrund der im vergangenen Jahr gewonnenen Eindrücke musste unser Presseteam die Feststellung machen, dass sich das Festival im Laufe der Jahrzehnte gehörig gewandelt hat. Unser Team gab zu bedenken, dass die Veranstalter vermeiden sollten, bezüglich der großen Bühnen auf der "Heidecksburg" und im "Heinepark" in einen verpopten Mainstream abzugleiten. Die inhaltlichen Schwerpunkte "Folk" bzw. deutsche und internationale Volks- und Weltmusik sollten als Kern des für ganz Mitteleuropa bedeutsamen Festivals gewahrt bleiben. Man sollte sich bekanntlich nicht darum bemühen, "everbody's darling" zu sein, um nicht inhaltlich gesichtslos und austauschbar zu werden. Unserem Presseteam fiel auf, dass vor Veranstaltungsende diverse Stände in der Instrumentenbauer-Gasse verwaist und bestimmte Instrumentenbauer, wie übrigens auch Kunsthandwerker, in diesem Jahr nicht mehr in Rudolstadt vertreten bzw. anwesend waren. Die 'Treuen' aus vielen Jahren TFF sollten nicht verprellt, sondern die Gründe für deren Fernbleiben untersucht und die guten Leute zurück gewonnen werden! Sie sind für den Charakter und die Vielfalt des Festivals genauso wichtig, wie die auftretenden Musiker und Ensembles.
 
Unseren Presseteam stellte sich die Frage, ob vielleicht ein bisschen Rückgewinn an 'Bodenhaftung' gefragt sei, was die inhaltliche Ausgestaltung anbeträfe.
 
Der unserem Presseteam gewährte Service war vorbildlich. Etliche Wiederbegegnungen mit 'alten Hasen' des TFF verliefen recht herzlich.
 
Zu den bevorzugten Hörerlebnissen des TFF zählten für unsere Presseteam die Programmpunkte in Kirche und Theater.
 
 
Balticult als Nichtregierungsorganisation im Ostseeraum
 
Wir sind bestrebt, mit anderen unabhängigen Organisationen, Verbänden, Einrichtungen und einzelnen Personen innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns  sowie in den norddeutschen Hansestädten auch auf dem Gebiet der NGOs zu kooperieren. Am Ausbau des NGO-Ostsee-Netzwerks (Baltic Sea NGO-network) beteiligen wir uns seit 2004 auf eine eher indirekte Weise. Austragungsort von uns verantworteter NGO-Treffen war bisher die Hansestadt Rostock.

Die Foren folgten terminlich bisher dem jährlich wechselnden Sitz der Präsidentschaft des Ostseerates.

 

Balticult in Bewegung...

Am 31. März 2012 findet an Bord unseres Hauptsitzes, des Kulturtrawlers MS Stubnitz, eine Ordentliche Mitgliederversammlung statt. Bleibt zu hoffen, dass außer Urs Blaser, als technisch-organisatorischem Leiter des Kulturschiffes, sich auch Crewmitglieder und Beiräte an diversen Debatten und Planungsüberlegungen beteiligen werden. 

Bordfreiheit 2011 und 2012

Endlich war es so weit: Am 14. September 2011 fanden sich endlich Balticult-Mitglieder, Partner und Freunde unserer Kultur- und Bildungsgesellschaft, darunter Künstler aus Norddeutschland, an Bord des Kulturtrawlers "MS Stubnitz" anlässlich eines Events zusammen, dass schon lange geplant war, immer wieder verschoben wurde und nun endlich Wirklichkeit wurde.

Mit von der Partie waren der in Hamburg beheimatete Cellist und Lieberpoet Ben Soyka, die Formation Fremdschämen Deluxe und das Duo Container Kid aus Lübeck sowie der Hamburger Liedermacher, Volkssänger und Kalligraphie-Künstler Peter Unbehauen. Aus dem fernen Friesland war der "Kultkrug"-Wirt Uwe Marken angereist und die 'Hamburger Deern' Martina Palm repräsentierte die Malzunft unter unseren künstlerisch professionellen Mitgliedern. Wiederum aus Lübeck kam der Filmemacher und Musiker Martin Staszak in den Baakenhafen.

Spät nachts gab das Hamburger Duo Symbiosis noch spanische Poesie und Gitarrenmusik zum Besten. Wer mehr Details erfahren möchte, schaue in folgende Website unter dem Datum 14. September 2011 bei ms.stubnitz.com nach.

In diesem Jahr wird es eine Fortsetzung der neuen Veranstaltungsreihe "Bordfreiheit" geben.


Balticult-Mitglied Ferdinand Feil in Bestlaune:
Er ist Experte für spanische, latein-und südamerikansiche Gitarrenmusik (insbesondere Flamenco) sowie Angehöriger des "WINDROSE"-Redaktionsteams
Anlässlich der Mitgliederversammlung vom 13. August 2011, in der Offziersmesse des Kulturtrawlers MS Stubnitz (von links nach rechts): Martin Staszak (Stellvertretender Vorsitzender), Ferdinand Feil (Musiker) und Michael Kurzmann (Kassenwart)

OktoberSound XII...

Wie in den vergangenen elf Jahren wird auch 2012 von uns eine Folge der  Veranstaltungsreihe OktoberSound in Vogelsang, unweit der Hansestadt Wismar, ausgerichtet. Hierbei handelt es sich um  West-Ost-Treffen für handgemachte Musik aller möglichen Stile und Kunst diverser Sparten, die wir in  Räumen der Heimvolkshochschule Vogelsang e. V., veranstalten. Dieselbe ist in einem Jagdschlossgebäude aus dem Jahre 1884 untergebracht. Die Innenausstattung ist eher schlicht gehalten, weshalb wir den Teilnehmenden äußerst günstige Konditionen gewähren können. Der ehemalige Gutsort Vogelsang liegt am Rande der Salzhaff-Region, zwischen den Bahnstationen Teschow und Hagebök. 

Das 20. Treffen dieser Art fand vom 14. bis 16. Oktober 2011 statt. Weil aber in Vogelsang die elfte Veranstaltung dieses Typs ausgerichtet wurde, hieß sie im Kurztitel OktoberSound XI.

Das Motto der letztjährigen Veranstaltungsfolge lautete:  Auf den Klangwellen des Salzhaffs.

Unter dem Titel "Der Ton macht die Musik" stellte der Instrumentenbauer Klaus Puffpaff (aus Husby) von ihm selbst entworfene und angefertigte Instrumente und Klangkörper vor. Die aus Dänemark angereiste Ulrike Matzen übte mit den Teilnehmenden irische Set-Tänze ein, während der in Norddeutschland bekannte Bluesmusiker Bertram Scholz auf der Basis von Bluesmusik aber auch darüber hinaus Anregungen zur Mitwirkung innerhalb einer Band machte und Lutz Hüttel vermittelte, wie man sinnvollerweise zur Verknüpfung von Poesie und Musik zu einem Ganzen gelangen kann. Die aus der Hansestadt Rostock angereiste russische Geigenvirtuosin, Gitarristin, Mangolinenspielerin, Sängerin und Entertainerin Svetlana Horn zog mit ihrer Performance alle übrigen Referent(inn)en und Teilnehmenden in ihren Bann, machte ihrerseits aber bei allen anderen Workshops mit. Balticult hat in ihr wie in Ulrike Matzen neue Partnerinnen, auch für zukünftige gemeinsame Projekte, gefunden.

Für die aktive Mitwirkung bei OktoberSound XII konnte bereits die in ihrer norwegischen Heimat berühmte Liedermacherin Elin Furubotn gewonnen werden. Mit ihr wird erstmals ein nordskandinavischer Kulturimpuls in originärer Form während unseres Musik- und Kunsttreffens zur Wirkung gelangen.

Besondere thematische Berücksichtigung wird in diesem Jahr der südwestliche Ostseeraum finden. Insbesondere die Fehmarn-Region und deren dänisches Gegenüber werden thematisiert. Uns geht es dabei um eine kulturwirkende Begleitung des deutsch-dänischen Annäherungs- und Kooperationsprozesses im Zuge des Ausbaus der Fehmarn-Belt-Verbindung nach Dänemark, die voraussichtlich ein Tunnel wird. 

 

Organisatorisches

Seit Beginn 2011 hat die Kultur- und Bildungsgesellschaft BALTICULT einen neuen Vorstand. Die bis dahin amtierende, aus Jekaterinenburg (Russland) stammende  stellvertretende Vorsitzende Natalia Fomina  wurde durch den Lübecker Martin Staszak abgelöst, während das von der Hamburgerin Martina Rühmann geführte Amt des Kassenwarts von dem im mecklenburgischen Pingelshagen beheimateten Michael Kurzmann übernommen wurde. Während Martin Staszaks Aufgabengebiete sich in erster Linie auf regionsbezogene und interkulturelle Filmarbeit sowie Musik-Entertainment und Aufbau unseres neuen Netzwerks balticult.net erstrecken, kümmert sich Michael Kurzmann darum, dass unsere Kasse stimmt, ohne dabei sein Schlagzeug zu vernachlässigen.