Wir haben uns 1992 in der ehemaligen "Galerie Strandkiste" (Fünf-Giebel-Haus) gegründet. Die ersten drei Jahre hatten wir ein Büro im Rostocker Freizeitzentrum (RFZ), das sich im Stadtteil Reutershagen befindet. Weil wir uns eher zur freien Bildungs- und Kulturszene zählen, zogen wir 1995 an Bord des Kulturschiffs MS Stubnitz.
Heute verfügen wir über Außenstellen in Neustadt-Glewe (Ortsteil Tuckhude), Vogelsang (bei Wismar) und in Hamburg. Unsere Mitglieder verteilen sich auf fünf neue und alte deutsche Bundesländer sowie Litauen und Lettland.
Im vergangenen Jahr hatten wir uns viel vorgenommen. Etliches davon haben wir geschafft, ohne Großverband im Rücken oder ausreichende finanzielle Ausstattung.
Wie in den vergangenen Jahren, waren war auch im Juli 2009 ein Presseteam für unser Magazin WINDROSE sowie für unsere deutsch-baltischen Kulturbriefe (Baltische Sonne) auf dem Internationalen Tanz- und Folkfest in Rudolstadt (Freistaat Thüringen). Die Balticult-Reporter sammelten Eindrücke, machten neue, bekräftigten und vertieften bereits in früheren Jahren geknüpfte Kontakte, interviewten Kulturschaffende der deutschen wie internationalen Musikszene und machten fotografische Schnappschüsse von Menschen und Situationen.
Wie schon im Jahr zuvor war das Balticult-Team vom friedlichen Charakter und der entspannten Atmosphäre des Festivals sehr angetan.
Weiteres Festival-Material sammelte unser Presseteam für das Magazin WINDROSE und unsere deutsch-baltischen Kulturbriefe ("Baltische Sonne") auf dem Musik-Festival "folkBALTICA", welches in Flensburg von Jens-Peter Müller und seinem Festivalteam in weiteren deutschen sowie dänischen Orten innerhalb des Grenzgebiets ausgerichtet wurde.
Es ging dem Balticult-Team einerseits um die Wahrnehmung neuer Tendenzen in der nordeuropäischen Folkszene, andererseits um den Anteil baltischer Musiker und Bands am Festivalgeschehen. Außer einer lettischen Folkformation war das Baltikum 2009 leider unterrepräsentiert. Das haben die Veranstalter des Festivals "folkBALTICA" allerdings in diesem Jahr in einen programmatischen Erfolg umgemünzt, denn Lettland war vom 21. bis 25. April 2010 geografisch-kultureller Bezugsraum. Somit stand die lettische Kultur in diesem Jahr im Mittelpunkt des Festivals.
Was unser Engagement innerhalb der NGO-Initiative OSTSEEKOOPERATION bzw. im NGO-Ostsee-Netzwerk ("Baltic Sea NGO network") anbetrifft, waren wir zwar auch 2009 bestrebt, den "Focal Point" norddeutscher Nichtregierungsorganisationen - bis vor kurzem war dies der in Bremen ansässige Kulturvermittler Albert Caspari - in seinem Bestreben zu unterstützen, bezogen auf den östlichen Ostseeraum die Herausbildung einer demokratisch legitimierten Zivilgesellschaft zu fördern und Augenhöhe zwischen NGOs und Angehörigen wie Mitarbeitern des Ostseerates zu gewinnen. Der inzwischen erfolgte Rücktritt Albert Casparis erfordert Neuwahlen unter den deutschen NGOs, um die von Albert Caspari hinterlassene Lücke so schnell als möglich zu füllen.
Leider waren wir 2009 organisatorisch und finanziell außerstande, jemanden zum NGO-Ostsee-Forum nach Dänemark zu entsenden. Das Forum fand vom 26. Februar bis 1. März in der nördlich der Landeshauptstadt Kopenhagen gelegenen Stadt Helsingoer statt. Wir hatten uns aus oben genannten Gründen auf das indirekte Mitwirken beschränkt.
In diesem Jahr fand das NGO-Ostsee-Forum am 15. und 16. April in der litauischen Hauptstadt Vilnius statt. Allerdings war unsere Kultur- und Bildungsgesellschaft aus organisatorischen und terminlichen Gründen außerstande, Delegierte zu entsenden. Unter der Rubrik "Politik für uns" gibt es weitere Informationen hierzu.
Wir sind bestrebt, mit anderen unabhängigen Organisationen, Verbänden, Einrichtungen und einzelnen Personen innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns sowie in den norddeutschen Hansestädten auf dem Gebiet der NGOs zu kooperieren. Am Ausbau des NGO-Ostsee-Netzwerks (Baltic Sea Network) beteiligen wir uns auf eine eher indirekte Weise. Die Foren folgen terminlich dem jährlich wechselnden Präsidentschaftssitz des Ostseerates.